KKS-Sanierung Tiefgarage Andelfingen
Bei der Sanierung der Tiefgarage Andelfingen wurde eine umfassende Betoninstandsetzung mit anschliessender Installation eines kathodischen Korrosionsschutzsystems (KKS) umgesetzt. Zum Einsatz kamen ein hochwertiger R4‑Instandsetzungsmörtel sowie das effiziente Logistiksystem von S&P.
Auf dieser Seite
- Thema
- KKS-gestützte Betoninstandsetzung
- Objekt
- Tiefgarage
- Ort
- Andelfingen
- Kanton
- Zürich
- Land
- Schweiz
- Datum
System
Projekt-Beschreibung
Situation
Im Rahmen der Renovation der Tiefgarage bei der Post mitten in Andelfingen wurde eine umfassende Betoninstandsetzung mit anschliessendem Einbau eines kathodischen Korrosionsschutzsystems (KKS) durchgeführt. Insgesamt verarbeitete die ausführende Firma Betosan AG Winterthur rund 50 Tonnen Instandsetzungsmörtel.
Lösung
Untergrundvorbereitung
Der Betonuntergrund wurde zunächst mittels Hochdruckwasserstrahlen (HDW) abgetragen und aufgeraut. Dabei legte man das Zuschlagkorn kuppenartig frei, um eine optimale Haftfläche zu gewährleisten. In Bereichen mit schlechter Betonqualität erfolgte eine tiefere Entfernung bis auf die Bewehrung. Stark korrodierte Bewehrung wurden durch neue ersetzt.
Vor dem Einbau des Mörtels nässten die Bautenschutzfachleute partielle Vertiefungen aufgrund der geringen Betonfestigkeit 24 Stunden lang vor, sodass die Kapillaren gesättigt waren und der Untergrund beim Einbau mattfeucht vorlag.
Anschliessend schlämmten sie die Vertiefungen mit dem R4-Betonersatzsystem vorgängig ein, um eine zuverlässige Haftung zwischen Untergrund und Instandsetzungsmörtel sicherzustellen.
Ausgleich der vertieften Reparaturstellen
Auf die noch nicht abgebundene frische Haftschlämme wurde der KKS-geprüfte Instandsetzungsmörtel S&P ARMO-Crete w RQ+ mit dem speziellen S&P-Logistiksystem, bestehend aus Silo und Pumpe, in die Tiefgarage gefördert und auf Betonniveau abgezogen.
Am Folgetag entfernte man die entstandene Sinterhaut mit einem Hochdruckreiniger und Rotierdüse, um die Oberfläche erneut aufzurauen um die Haftung der nachfolgenden Schicht zu intensivieren.
Installation des KKS-Systems
Im nächsten Arbeitsschritt verlegte eine spezialisierte Fachfirma den kathodischen Korrosionsschutz (KKS). Das Einbetten der Bandanoden im Mörtel erfolgte gemäss den technischen Anforderungen und in einem vorgesehenen Raster.
Einbau des Betonersatzsystems
Das finale Einbauniveau wurde mittels Abziehlatten im erforderlichen Gefälle erstellt. Der S&P Mörtel wurde erneut mit dem effizienten ARMO-Logistikssystem zum Einbauort gefördert und eingebaut:
- Herstellen der Haftbrücke: Mit demselben Material wurde eine Haftbrücke hergestellt und mittels Stossbesen kraftschlüssig in den rauen Beton eingebürstet.
- Einbau des Mörtels (nass in nass): Auf die frische Haftbrücke wurde der R4-Instandsetzungsmörtel in einer Schichtstärke von ca. 25 mm eingebracht und mit dem Vibrobalken auf Höhe abgezogen.
- Oberflächenbearbeitung: Nach Erreichen einer ausreichenden Frühfestigkeit wurde die Oberfläche fachgerecht abtaloschiert und geglättet
Nachbehandlung
Am darauffolgenden Tag erfolgte die intensive Nachbehandlung der sanierten Flächen. Diese wurden gründlich bewässert und mit Kunststofffolien abgedeckt. Ziel war es, ein zu schnelles Austrocknen zu verhindern und die Bildung von Frühschwindrissen zu vermeiden.